Baden-Württemberg schränkt den Grenzübertritt ein

Das deutsche Bundesland Baden-Württemberg will mit einer Quarantänepflicht den kleinen Grenzverkehr für Wintersportler und Einkaufstouristen nach Frankreich und in die Schweiz deutlich beschränken.

«Die Gefahr, dass durch Ein- und Rückreisen nach Baden-Württemberg zusätzliche Infektionsherde im Inland entstehen, soll eingeschränkt werden», hiess es am Dienstag in Stuttgart aus Regierungskreisen.

Die Verschärfung der Einreise-Quarantäne-Verordnung führt dazu, dass zum Beispiel weder die Baden-Württemberger in der Schweiz Ski fahren noch die Schweizer im Supermarkt in Baden-Württemberg einkaufen können. Wer also aus Baden-Württemberg in die Schweiz reist, muss sich künftig nach seiner Rückkehr in grundsätzlich 10 Tage in Quarantäne begeben, heisst es in einer Medienmitteilung.

Hintergrund sei das Infektionsgeschehen in Südwestdeutschland und in den Grenzregionen. «Angesichts der extrem angespannten pandemischen Lage müssen die Grenzübertritte vorübergehend auf ein zwingend notwendiges Mass reduziert werden», sagte der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha am Dienstag.

Quarantänefreie Einreise aus bestimmten Gründen möglich

Wie die Nachrichtenagentur dpa erfuhr, soll die Regelung weiterhin quarantänefreie Einreisen aus beruflichen, dienstlichen, geschäftlichen, schulischen, medizinischen oder familiär bedingten Gründen ermöglichen. Auch transnationale Partnerschaften ohne Trauschein sind von den neuen Regelungen nicht betroffen. An der bestehenden 72-Stunden-Regelung ändert sich ebenfalls nichts.

Die aktualisierte Verordnung sollte an diesem Dienstag beschlossen und anschliessend verkündet und in Kraft gesetzt werden. Baden-Württemberg vollzieht mit der Verschärfung der Einreise-Verordnung einen Schritt, den Bayern schon Ende November gegangen war.

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